Das
älteste Lehenbuch des Hochstifts Würzburg berichtet
zwischen 1308 und 1310, dass der Ritter Hermann Teuerlein
sein Dörflein Unterroßbach dem Kloster Birkenfeld
vermacht hat. Als früheste Nachricht von Oberroßbach
gibt es einen Eintrag im ältesten Steuerbuch der
Nürnberger Burggrafen zwischen 1361 und 1364. Dort
heißt es, dass der Zehnt zu Roßbach zum burggräflichen
Amt Lenkersheim gehört und 6 ½ Malter Korn
sowie 3 ½ Malter Hafer beträgt. Die enge Verbindung
mit Birkenfeld hatte auch nach Aufhebung der Klostertradition
und der Umwandlung in ein weltliches Klosteramt Bestand:
1793 zählte es in Oberroßbach 15 Untertanen,
in Unterroßbach 5. Wie schlimm es auch den Menschen
in Ober- und Unterroßbach im 30jährigen Krieg
ergangen war, lässt sich aus einer Aufstellung des
Birkenfelder Amtmanns erkennen, der sich 1637 beklagt,
dass er von den vier noch verbliebenen Untertanen in Oberroßbach
zur Unterhaltszahlung an die böhmischen Soldaten
keine 5 Batzen habe „herauspressen“ können.
Von Hans Hager aus Unterroßbach sagt er, dieser
habe nicht das Brot für den nächsten Tag und
wäre längst mit Weib und Kind geflohen, wenn
er ihm nicht gut zugeredet hätte, doch zu bleiben.
Kirchlich gehören die Ober- und Unterroßbacher
Bürger nach wechselhafter Zugehörigkeit seit
der Mitte des 18. Jahrhunderts wieder zu Birkenfeld, wohin
sie zwar schon vor der Reformation gehört hatten,
aber zunächst stets Gottesdienste in der Wallfahrtskapelle
zwischen Weiherhof und Unterschweinach bis zu deren Zerstörung
besuchten.
Bis zur Gebietsreform waren Ober- und Unterroßbach
zusammen mit Rimbach eine eigenständige politische
Gemeinde. 1971 ließen sich Ober- und Unterroßbach
nach Dietersheim eingemeinden.
Oberroßbach hat heute ca. 122 Einwohner und Unterroßbach
ca. 86 Einwohner.