Walddachsbach
und Oberdachsbach sind Rodungssiedlungen östlich
der Burg Hoheneck und wurden 1317 in einem Würzburger
Lehenbuch erstmals erwähnt. Der Name Dachsbach ist
darauf zurückzuführen, dass sich in der Umgebung
viele Dachse aufhielten. Der Zusatz Wald (Walddachsbach)
wurde dem Ortsnamen zur Unterscheidung vom größeren
Dachsbach im Aischgrund erst Anfang des 18. Jahrhunderts
beigegeben. In früheren Urkunden und Belegen wurden
die beiden Ortsteile als Ober- und Unterdachsbach bezeichnet.
Datiert ca. 1360 findet sich ein Eintrag vom Bruggrafentum
Nürnberg:
Gilden und Zinsen aus Dachsbach kommen von 4 Lehen, 2
Huben, 6 Hofstätten, darunter dem Burggut des Teuerlein,
dem heutigen Oberdachsbach.
Bis
zur Gebietsreform war Walddachsbach mit Oberdachsbach
eine selbstständige Gemeinde im Altlandkreis Uffenheim.
Im Zuge der Gebietsreform ließ sich Walddachsbach
nach Dietersheim eingemeinden. Walddachsbach ist ein nach
wie vor landwirtschaftlich geprägter Ort, obwohl
auch hier der Strukturwandel seine Spuren hinterlassen
hat. Walddachsbach hat heute ca. 100 Einwohner.
Oberdachsbach
ging ab ca. 1588 in den Besitz der Abenbergs über
und wurde als Schlösschen bezeichnet. 1667 war aber
dieser Einödhof nicht mehr bewohnt, so dass Markgraf
Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth seinem Kastner
aus Neustadt Befehl erteilte, den öde und wüste
gelegenen Hof mit Hilfe des zum Hof gehörigen eigenen
Gehölzes wieder aufzubauen und an den Mann zu bringen.
Oberdachsbach wechselte auch hernach bis in die jüngste
Vergangenheit häufig seine Besitzer. Die heutigen
Eigentümer haben das stattliche, vom Verfall bedrohte,
zweigeschossige Weiherhaus und die dazugehörigen
Nebengebäude mit viel Sachverstand renoviert, so
dass jeder Betrachter von diesem gepflegten Anwesen beeindruckt
ist. Oberdachsbach hat 5 Einwohner.