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Die Kommunale Allianz NeuStadt und Land erstellt ein Kernwegenetzkonzept

Die Kommunale Allianz NeuStadt und Land arbeitet bereits seit Jahren intensiv zusammen. Ob gemeinschaftlicher Datenschutz, Einkauf von IT-Software, das Anrufsammeltaxi oder der intensive Gedankenaustausch der Bürgermeister und Verwaltungen. Beim gemeinsamen Projekt des Kernwegenetzkonzeptes geht es nun darum, Wege in der Flur fit für die Zukunft zu machen.
Definiert sind Kernwege als landwirtschaftliche Wege, die eine übergeordnete Funktion haben und bestehende Hauptachsen miteinander verbinden. Zusätzlich können Kernwege sowohl von der Landwirtschaft als auch von Erholungssuchenden (Wanderern und Radfahrern), also multifunktional, genutzt werden oder Gemeinden miteinander verbinden. Solche Wege gibt es unzählig viele. Und viele von diesen sind auf Grund ihres Alters schlichtweg verbraucht. Zudem hat sich die Landwirtschaft gewandelt: Zu bestellende Pachtflächen der Landwirte liegen immer weiter entfernt und landwirtschaftliche Maschinen werden immer größer, schwerer und schneller. Durch die Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken besteht nun die Chance, einen Teil dieser Wege systematisch zu sanieren.

Möglich ist das durch die Klassifizierung als Kernwege. Um diese für die Kommunale Allianz zu identifizieren, war zunächst die Mithilfe der Bürger gefragt. Auf der öffentlichen Auftaktveranstaltung am 21. Juni 2018 im Gemeindezentrum in Schauerheim wurden zunächst alle Interessierten über die Erstellung des Kernwegenetzkonzeptes informiert. Das beauftragte Planungsbüro BBV LandSiedlung GmbH sowie das ALE Mittelfranken stellten das Projekt und das Vorgehen vor. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit Hilfe einer von zwei Studenten der Hochschule Würzburg-Schweinfurt programmierten Online-Plattform am Prozess der Erstellung des Konzeptes zu beteiligen: Bis zum 31. Juli konnten Interessierte mögliche Kernwege in die Online-Plattform einzeichnen, die nun direkt in den weiteren Prozess miteinfließen.

Bis Ende September finden gemeinsam mit dem Planungsbüro Ortstermine in den sechs Allianzkommunen statt, um sich auf Ebene der jeweiligen Gemeinden und Städte auf Kernwege zu einigen. Diesen Terminen folgt die Abstimmung auf ein interkommunal abgestimmtes, gemeindeübergreifendes Kernwegenetzkonzept. Das bildet dann die Grundlage für die spätere Förderung des Ausbaus der Kernwege und dient den Kommunen als Rahmenplan. Ob und wann ein Kernweg ausgebaut wird, entscheidet allein die betreffende Stadt oder Gemeinde. Je nach Dringlichkeit und Haushaltslage werden bis zur Ertüchtigung einzelner Wegabschnitte mehrere Jahre vergehen. Frühestens beginnen kann der Ausbau der Wege ab 2022. Wege der Priorität 1 werden mit rund 75 Prozent vom ALE bezuschusst.

Sie haben Fragen oder möchten weiterhin über das Kernwegenetzkonzept informiert werden? Dann melden Sie sich gerne bei der Kommunalen Allianzmanagerin Jana Betz (per Mail an jana.betz@neustadtundland.de oder telefonisch unter 09161-666-73).

 

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