Walddachsbach & Oberwalddachsbach

Über die Vorgeschichte gibt es nur einen neolithischen Einzelfund nord-östlich von Walddachsbach zu berichten. Unser Raum könnte also bereits in der Jungsteinzeit (5000-1800 v. Chr.) besiedelt gewesen sein.

Die spätere Besiedlung bzw. Gründung liegt im geschichtlichen Dunkel. Walddachsbach oder Unterdachsbach wie es früher hieß, dürfte eng mit der Besiedlung von Burg Hoheneck verknüpft gewesen sein. Die erste urkundliche Erwähnung von 1317 im Würzburger Lehensbuch gibt „Daspach“ als Lehen des „Tauberlini de Hohenecke“ an. Um 1360 werden den Burggrafen von Nürnberg zu „Daschbach“ 4 Lehen, 2 Huben, 6 Hofstätten darunter das Burggut des Teuerlein (vermutlich ist dies das Oberdachsbach des Tauberlini de Hohecke) als Gilten-u-Zinspflichtig zuerkannt.
Um das Jahr 1578 wird ein Schlößlein in Oberdachsbach des „Eustachio von Abenberg“, der zu Stübach wohnte, bezeugt.
Anno 1578 ist es den „Walddörfern“ erlaubt (?!) worden, dass „Obwohl sie lieber nach Dottenheim gepfarrt, dennoch zu Neustadt an der Aysch sich mögen taufen lassen“. Jedoch sollte sich bereits 1578 jeder mit seinem Pfarrer vertragen „dem allemahl gebührte eine Maas Wein und ein Baar Weck”, wie es dazu in der Schnizzerschen Chronik heißt.

Über die Bauernkriege, den 30-jährigen Krieg und die Reformationszeit fehlen leider Unterlagen. Um das Jahr 1690 sind die Walddörfer an die Gräfin von Hohenlohe zu Wilhelmsdorf „überlaßen” worden. Die Pfarrkinder wurden dadurch von Dottenheim nach Neuses (vermutlich Herrenneuses) gepfarrt. Der Dottenheimer Pfarrer hatte „allhier großen Abgang an seinen Einkunfften” zu beklagen. Um das Jahr 1700 werden für „Dachsbach am wald 8 bayreuth und 2 nürnberg Untertanen” verzeichnet.

Walddachsbach ist auf Grund seiner Größe nur von vermutlich ca. 1824 bis 1972 eine selbstständige Gemeinde. Der Ort gehört zuvor zeitweise zur provisorischen Gemeinde Altheim (1816) oder er wird von Lenkersheim, Ipsheim oder Windsheim verwaltet. Genaue Unterlagen fehlen jedoch.
Die Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde Dottenheim ist mit Unterbrechung seit 1530 belegt. Der Kirchenstuhlkauf für einen Stammplatz in der Dottenheimer Kirche war bis ca. 1924 üblich. 1873 kostet ein sog. Weiberstuhl z.B. 1 Florentiner Gulden, 1924 ein sog. Männerstuhl 3,86 RM.
Die Einwohnerzahl beträgt im Jahre 1840 137, im Jahre 1867 werden incl. Oberwalddachsbach und dem Feldhäuslein 127 Einwohner gezählt. Der Ort hat 1924 94 Einwohner, erreicht 1946 incl. der Flüchtlinge seine höchste Einwohnerzahl von 168 und sinkt bis heute auf knapp 90 Einwohner ab.
Walddachsbach ist bis heute ein überwiegend landwirtschaftlich geprägter Ort geblieben. 

1948 wird mit viel Mühe in einer schwierigen Zeit die Wasserversorgung gebaut.

1972 wird der Ort in die Gemeinde Dietersheim eingemeindet. Von 1976 bis zur Verteilung 1987 wird die Flurbereinigung durchgeführt.

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